Mützen-Varieté
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Skyline – Storyline?

von am 02. Jan 2011, unter Kino

Künstler Jarrod und seine Freundin Elaine fliegen nach Los Angeles. Dorthin hat sie Jarrods Schulfreund Terry eingeladen zu seiner Geburtsagsfeier. Terry hat es finanziell geschafft und lebt in einem Penthouse mit Freundin Candice. Die Party ist wild und ausgelassen und am Abend sind nur noch die 4 sowie Terrys Mitarbeiter Ray und seine Geliebte Denise. Mitten in der Nacht fallen Lichter vom Himmel über ganz L.A. und auch in der Nähe des Penthouses kommt es zu solch einem Phänomen. Elaine wird davon munter und meint es sei schon morgen, doch als das Haus zu wackeln beginnt weckt sie Jarrod. Dieser will aus dem Fenster schauen als alle Denise schreien hören. Ray, der ebenfalls als erster davon munter war ging direkt auf das Licht zu und verschwand vor Denises Augen. Jarrod wird davon ebenfalls angezogen und bekommt auf der Haut eine Art Verbrennung, wird jedoch von Terry gehindert. Die Lichter verschwinden und mit ihr die Frage, wo ist Ray?

Wenig Später kommen neue Lichter nieder, doch diesmal noch etwas mit ihnen. Riesige Schiffe erscheinen und dort wo sie schweben saugen sie Menschen in sich hinein. Die 5 sehen dies durch Jarrods Kamera, der dies auf dem Dach aufnahm als er und Terry sich die Lage genauer ansehen wollten. Die Frage ist nun, wie soll man weiter vorgehen. Auf dem nahen Küstenstreifen scheint alles ruhig zu sein, während die Stadt unter den Angriffen verwüstet wird. Das Penthouse selber scheint nicht sicher, zumal dort erste Aliens auf Menschensuche sind und alles scannen. Der Plan ist zum Hafen zu gelangen und dort ein Boot zu nehmen. Durchs Parkdeck gelangen sie zu den Autos. Jarrod, Elaine und Candice im SUV, Terry und Denise im Ferrari des getöteten Nachbarn. Doch die Flucht soll scheitern und von nun an gilt es sich den Angriffen der Invasoren zu erwehren!

…………….

Der Beginn des SciFi-Spektakels beginnt direkt beim 1. Auftreten der Lichter. Reißt einen dann aber 15 Stunden zurück, zum Flug nach L.A. und der Geburtstagsparty. Ab da an gehts chronologisch weiter, 3 Tage lang Invasion pur und am Ende fragt man sich dann, häh? Aber der Reihe nach.

Der Trailer des Films ließ erstmal viel versprechen, eine Art von Independence Day nur auf modern getrimmt. Die ersten Minuten waren ja noch ganz ok, doch je weiter die Uhr lief desto mehr kam der Eindruck, das hier ein Film gemacht wurde, der im Grunde nur auf Effekte setzt. Das Setting beschränkt sich fast nur auf eine Location, eine Appartmenthochhaus in Los Angeles. Alles passiert entweder im Penthouse, auf dem Dach oder der Außenanlage. Der Rest ist aufgepepte Landschaftaufnahme aus dem Computer und das Meiste der Effekte verschlangen dann natürlich die Invasoren.

Im Grunde gibt es keine richtige Story, keine Hintergrundgeschichte oder Hinweise auf einen Grund der Invasion. Es passiert halt und es soll wohl der Eindruck entstehen, das sowas auch im realen Leben einfach so passiert. Wie würde also ich oder du reagieren wenn aus dem Himmel riesige Raumschiffe auftauchen und die dann direkt frech deinen Nachbarn aufsaugen? Nun man würde sich wohl auch wie die Hauptcharaktere erstmal im Haus verschanzen, die Lage checken und wenn man feststellt das man doch nicht sicher ist das Weite suchen mit der Hoffnung auf Besserung. Also ab durch die Mitte, oder hier das Parkhaus und dann stellt man fest, nein so leicht entkommt man nicht. Also wieder rein in die festgeschriebene Location und dann wartet man. Ja man wartet mit den Schauspielern, schaut durch Teleskope Angriffe der Armee und stellt dann fest, das alles bringt nix. Diese Aliens sind verdammt böse und unbesiegbar. Hier dann doch ein Plus für den Film, es gibt kein Happy End für die Menschheit, nein wir haben verkackt und sind verdammt nah dran am Exodus.

Doch auch das verhunzt das Bruderpaar Strause als Regisseure, das Ende ist sowas von kitschig und wirr das man meint man wäre echt im falschen Film. Statt alles in einem einzigen Todesfall ausklingen zu lassen bekommt man ein Ende geboten was Fragen nach dem Grund dieses Endes aufkommen läßt. Was soll da dann noch kommen, ein 2. Teil? Ich spoiler nun und verrate das die schwangere Elaine als Einzige überlebt, gefangen in einem Schiff der Invasoren. Dort wird sie gerettet von Jarrod, oder das was von ihm übrig bleibt, seinem Gehirn. Ja genau, denn alles was die Invasoren wollen sind die Gehirne der Menschen, den Rest werfen sie weg und unsere Hirn setzen sie ein in ihre eigenen Kreationen. Kurz um, durchs All fliegen irgendwelche Aliens auf der Suche nach intelligentem Leben, was sie dann in sich aufnehmen können. Jedoch nicht so wie die Borg sondern nur auf unser Denkmodul. So, nun ist sie also geplatzt, die Spoilerbombe und genauso wie ihr euch nun fragt häh, so fragte ich mich am Ende des Films auch häh.

Der Cast ist ja ganz nett, Eric Balfour, dem ein oder anderen vielleicht bekannt aus der Serie Haven und unser aller liebster Knuddelbärchirurg aus Scrubs, Donald Faison schienen die Hauptcharaktere. Nur blöd wenn Faison dann schon zur Hälfte die Mücke macht. Man kann den Film nicht am Cast schlecht machen, vielleicht erhofften sie sich auch mehr als das was dann herauskam. Einen Karriereschub werden alle Beteiligten davon nicht bekommen, falls doch versteh ich Hollywood nicht. Die Effekte sind ganz ok, müssen sie auch sonst würde das alles noch verkommen zu einem gescheiterten B-Movie-Versuch. Die Musik ist belanglos, 30 Seconds to Mars bekommt man kurz auf die Ohren, Rest geht unter.

Im Endeffekt ist dieser Film echt mehr Schein als Sein. Warum allein über Los Angeles zig solcher Schiffe auftauchen weiß auch keiner, Fakt ist jedoch es sind einige und wenn man dann am Ende gezeigt bekommt, dass die ganze Welt am Ende ist dann muss die Zahl der Invasoren gigantisch sein. Egal, geklotzt statt gekleckert, macht es zwar nicht besser aber man gab sich Mühe. Ja, würde man den Film benoten wollen so müsste man ihm eine 5 geben. Sie haben sich bemüht, sind aber am Thema  vorbei geschlittert. Schlimmer wär das alles dann nur noch in 3D, dann gäbs eine 6!

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