Massaker im Wald
von muetzenvariete am 23. Apr 2011, unter Kino
Ferienzeit, Urlaubszeit! 9 College Studenten wollen in den Ferien Spaß haben und fahren hinaus ins Hinterland. Zur selben Zeit sind die 2 Freunde Tucker und Dale auch unterwegs. Sie haben im Wald eine Hütte gemietet, doch die Wege der 2 Gruppen kreuzen sich. Schon auf dem Highway fahren Tucker und Dale an den Studenten vorbei und den Eindruck, den sie dabei hinterlassen ist der von 2 Hillbillys. An der nächsten Tanke treffen sie wieder zusammen und Dale schwärmt für das blonde Mädchen, Allison und Tucker ermutigt ihn sie doch nett anzusprechen. Blöd nur das Dale nicht mit Worten umgehen kann und noch blöder wenn er dabei eine Sense in der Hand hat, kein guter Auftritt und der Beginn eines riesigen Missverständnis, denn die Studenten flüchten.
Doch Tucker und Dale wollen sich den Urlaub nicht vermiesen und fahren raus zu ihrer Hütte. Eine Bruchbude von außen und Innen und auch das ehemalige Heim eines Serienkillers, doch beide scheinen es nicht zu bemerken, trotz der eigenartigen Inneneinrichtung. In ihrer Nähe campen auch die Studenten und am Abend gehen einige von ihnen im See Nacktbaden. Zur gleichen Zeit angeln Tucker und Dale im See und beide sehen Allison, die sich gerade auf einem Felsen entkleidet, Als sie die 2 bemerkt stürzt sie ins Wasser und schlägt sich den Kopf an. Dale rettet sie und hievt sie ins Boot, doch Allisons Freunde sehen dies auch und meinen, die 2 würden sie entführen. Tucker ruft ihnen noch zu, dass sie ihre Freundin haben, doch die Kids rennen weg. Die nächsten Tage werden geprägt sein von noch mehr Missverständnissen, einer Menge Blut, einer Menge Toten und einem Serienkiller, der noch nicht weiß, dass er einer ist. Schöner Urlaub!
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Was passiert eigentlich, wenn man all die ganzen Hinterwäldler-Horrorfilme mal umdreht und die Perspektive ändert? Nun, Tucker & Dale vs. Evil versucht die Antwort zu geben und präsentiert damit eine der besten Horrorkomödien der letzten Jahre. Der Film zeigt 2 Gruppen, die man auch sonst kennt aus eben solchen Filmen. Einerseits eine junge Gruppe von Teenagern oder Studenten und andererseits Hinterwäldler. Doch der Film zeigt auch, dass eben nicht jeder mit Holzfällerhemd und Baseballkappe gleich ein brutaler Irrer ist.
Tucker und Dale sind 2 solcher Typen, die äußerlich glatt als Rednecks durchgehen würden, doch sie sind 2 einfache Leute, die das Leben genießen wollen und für einander einstehen. Tucker ist für Dale immer da, unterstützt ihn und baut ihn immer wieder auf, denn Dale sieht sich als einen Verlierer. Der Urlaub soll beiden nun zur Entspannung dienen, 2 Freunde mitten im Wald, mehr nicht. Doch sie geraten in den Weg von College Studenten, die eben nur das Äußere sehen und sie schnell als Hillbillys abstempeln. Als Dale Allison anspricht ist er der Freak für sie und zukünftig vermischen sich ihre Fiktionen von einem typischen Hinterwäldler und einer alten Geschichte in diesen Wäldern, bei denen mehrere Leute verschwanden.
Der Film entpuppt sich in den nächsten Minuten zu einer Gewaltorgie und zu einem Lacher nach dem anderen. Die College Studenten wollen Allison retten. Angetrieben durch Chad, der Allison für sich haben wollte, spähen sie zunächst die Hütte aus und als dann der Erste von ihnen stirbt, nimmt es einen Rachefeldzug an, der aberwitzig abläuft und von einer tödlichen Panne zur nächsten springt. Für Tucker und Dale wird indes schnell klar, diese jungen Leute müssen Selbstmörder sein, die jeden mit umbringen wollen der von ihrem Geheimnis erfährt. Ich sagte ja, es wird aberwitzig!
Tyler Labine als Dale und Alan Tudyk als Tucker sind die 2 Hauptdarsteller und beide füllen diese Rollen perfekt aus. Labine, den man hier aus Serien wie Reaper oder Invasion kennen könnte, mimt den tollpatschigen und schüchternen Dale hervorragend aber auch Tudyk, bekannt aus Voll auf die Nüsse oder Firefly, füllt die Rolle des fürsorgenden Freundes gut aus. Beide sind witzig in ihren Rollen und beide sind das Team, was den Film am Laufen hält. Katrina Bowden als Allison und Jesse Moss als Chad sind die 2 Charaktere, die für die Missverständnisse und das kommende Blutbad sorgen. Vor allem Moss als leichter Psychopath glänzt bis zum Schluss. Regisseur Eli Craig ist es gelungen, das sonst so klischeebehaftete Thema auf die Schippe zu nehmen und es letztlich so darzustellen, dass die 2 angeblichen Hillbillys die Opfer sind. Köstlicher, herrlicher, witziger und blutiger Spaß in knapp 1 1/2 Stunden!





