Mützen-Varieté
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T-Virus für immer!

von am 12. Jun 2011, unter Kino

In der Umbrella Corporation Zentrale in Tokio kommt es zum Unfall und der T-Virus entwich. Dieser Virus sorgt für eine genetische Veränderung im Menschen und binnen kürzester Zeit breitet sich dieser Virus um die ganze Welt aus. Infizierte greifen Menschen an und fast die gesamte Bevölkerung stirbt, zumindest für einen gewissen Zeitpunkt denn dann greift der Virus und erweckt wie wieder zum Leben. 4 Jahre später versucht die Corporation im Untergrund von Tokio weiterhin am Virus zu forschen, doch Alice, ihr einstiges Projekt, will dies verhindern. Selber mit dem Virus infiziert ist sie eine Symbiose eingegangen und bekam dadurch schnellere Reflexe, mehr Stärke und regenerative Fähigkeiten. Mit mehreren Klonen stürmt sie den riesigen Komplex und diese arbeiten sich bis zu Albert Wesker vor, einem der Köpfe der Corporation. Er muss fliehen mittels eines Hubschraubers und wähnt sich in Sicherheit, doch die echte Alice ist ebenfalls an Bord und will ihn töten. Wesker verabreicht ihr ein Gegenmittel, was den Virus angreift und sie so wieder menschlich macht. Doch im sicheren Sieg zerschellt die Maschine und Alice kann entkommen.

Sechs Monate später sucht sie die Flüchtlinge um Claire Redfield, die sie retten konnte und die nach Norden unterwegs waren. Eine sich ständig wiederholende Funksendung versprach Zuflucht in Arcadia und genau dahin war Claire unterwegs. Alice sucht Arcadia in Alaska, findet jedoch keine Stadt vor und gibt schon auf, als Claire sie angreift. Alice kann sie überwältigen und entfernt ihr eine mechanische Spinne vom Brustkorb. Als Claire wieder aufwacht kann sie sich an nichts erinnern, nicht mal ihren Namen. Gemeinsam fliegen sie zurück nach Süden die Küste entlang und landen letztlich in Los Angeles. Dort finden sie auf dem Dach des Gefängnisses Überlebende, jedoch umzingelt von Massen Infizierter. Sie landen waghalsig auf dem Dach und finden 7 Leute vor. Diese hoffen auf Rettung und meinen die 2 würden von Arcadia kommen. Arcadia entpuppt sich als Schiff vor der Küste, doch der bekannte Funkspruch brach vor 2 Tagen ab. Im Unterstock stoßen sie auf Chris Redfield, der gefangen gehalten wurde und Claire als Schwester erkennt. Diese bekommt nach und nach mehr Erinnerungen, doch die Geschehnisse in Alaska und das Verschwinden der anderen Flüchtlinge bleibt verborgen. Was nicht verborgen bleibt sie die Infizierten, denn diese wollen mit aller Macht das Gefängnis stürmen und Alice weiß, eine Flucht mit der 2-sitzigen Maschine unmöglich!

……………

Die 4. Verfilmung der Computerspielreihe Resident Evil verschlägt einen zunächst zurück in die Anfangszeit des Ausbruchs des Virus. In Tokio beginnt es also, was man in Film 1 von 2002 schon vorfand und genau dort startet dann auch der eigentliche Plot nach den Geschehnisses von Film 3, Resident Evil: Extinction. Was Hauptcharakterin Alice auszeichnete, ihre übermenschlichen Kräfte hervorgerufen durch den T-Virus, wird ihr genommen durch ein Gegenmittel. Von nun an ist sie wieder menschlich, ein Wunsch den sie lange hegte. Doch ihre Aufgabe bleibt bestehen, der Kampf gegen Umbrella.

Wieder stapft man mit Milla Jovovich bis an die Zähne bewaffnet durch Forschungseinrichtungen und zerstörte Landschaften. Die Einöde von Alaska ist nur kurze Zwischenstation und der Hauptteil des Films spielt dann dort, wo es passender nicht sein könnte, in der Stadt der Engel, Los Angeles. Doch die Filmmetropole ist zerstört, brennend und in Trümmern und die wenigen Überlebenden gefundenes Futter für die schier endlose Masse von Infizierten. Ali Larter als Claire Redfield ist neben Spencer Locke als K-Mart die einzige Bekannte aus dem Vorgängerfilm und somit gilt es neue Charaktere zu finden, von denen man im Grunde schon vorab weiß, ihre Lebensdauer ist begrenzt. Überraschung dann die Einführung von Chris Redfield, gespielt von Wentworth Miller, einem weiteren Charakter aus der Spielwelt. Das dabei Bruder und Schwester aufeinander treffen ist für den Zuschauer zwar nett aber sinnlos. Pluspunkt sicherlich Shawn Roberts als Albert Wesker, der durch den T-Virus ebenfalls Fähigkeiten entwickelte und als Bösewicht auftrumpft.

Ganz klar, die Story hat Schwächen. Ok, was will man auch bei Filmumsetzungen von Spielen erwarten, schließlich gilt es hier ein Script zu entwerfen, was einerseits mehr bietet als kurze Dialoge zwischen den Ballereinlagen vor der Konsole, aber andererseits auch nicht ausartet in zu viel Gequatsche. Doch was man hier aufbietet ist größtenteils hohles Gelaber und vor allem Alice muss aufwarten mit stumpfen Floskeln und Einzeilern. Das sinnlose Zusammentreffen von Claire und Chris Redfield mag zwar einen kurzen Aha-Effekt aufbieten für Kenner der Spielereihe, doch ist es komplett an den Haaren herbeigezogen, denn die Wahrscheinlichkeit für dieses Treffen ist schwindend gering in einer fast völlig zerstörten Welt. Doch dies ist ja kein großer Minuspunkt, schließlich erwartet man bei dieser Art von Filmen keinen Drehbuch Oscar. Nein hier geht es letztlich nur darum Infizierte in Massen aus dem Weg zu räumen, oder?

Nun im Grunde ja, doch ein wenig mehr Story hätte nicht geschadet. Hier scheint man mir mehr auf Effekte und Bilder zu verlassen. Kein Wunder, umwarb man es ja mit dem Zauberwort der letzten Monate, 3D! Ganz ehrlich, 3D am A****! Was man hier geboten bekommt ist eine Styleorgie. Ständig Zeitlupen oder Standbilder, wo dann in Matrix-Manier gefilmt wird und alles plastisch und im Rundumschwenk bebildert wird. Ich persönlich hatte den Eindruck der Film entstand zu gut 75% am Computer und Milla Jovovich und Co hätten den Green-Room nur für Kaffeepausen und Toilettengängen verlassen. Was also als Bildgewalt gepriesen wurde wird schnell langweilig und zu gekünstelt. Sicher gibt es auch Highlights, wie den übergroßen Infizierten, der mit einer Mischung aus Axt und Hammer losstürmt, doch dies reißt es nicht raus.

Wenn die Produzenten in Teil 5, Resident Evil: Retribution, nicht wieder zur Besinnung kommen und der Story ein wenig mehr Sinn geben und ablassen von Bildorgasmen, wird die Reihe langsam langweilig. Das Ende ist mehr als ein Cliffhänger, es schreit förmlich nach Fortsetzung und vor allem Fragen. Was für mechanische Spinnen wurden den Gefangen eingesetzt? Keine Antwort darauf und somit ein weiteres loses Puzzle im Ravensburger 3D Karton!

offizielle Seite zu Resident Evil: Afterlife

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