Königliche Queste
von muetzenvariete am 10. Aug 2011, unter Kino
Vor fast 100 Jahren verhinderte der Goldene Ritterorden die Niederkunft eines Drachen. Ein Magier wollte eine Jungfrau nehmen im Angesicht der 2 Monde, die sich an diesem Abend vereinten. Nun sind fast wieder 100 Jahre vorbei und am Hofe König Tallious’ wird die glorreiche Rückkehr des ältesten Sohnes Fabious erwartet. Dieser war mit seinen Rittern auf einer seiner unzähligen Quests und kommt nun zurück mit dem Kopf des Ogers vom bösen Magier Leezar. Alle sind begeistert und als Bonus hat Fabious sich auch noch verliebt in eine Maid, die Leezar gefangen hielt, Belladonna. Beide sind so ineinander verliebt, dass sie noch am selben Abend Verlobung feiern. Eigentlich sind wirklich alle zufrieden, bis auf den 2. Sohn von Tallious, Thadeous.
Thadeous hat es wieder einmal vermasselt. Statt mit seinem Diener Courtney bei den Zwergen ein Friedensabkommen auszuhandeln machte er mit der Frau des Zwergenkönigs rum und musste letztlich fliehen. Thadeous fühlt sich nicht genug beachtet und sieht Fabious nur im Rampenlicht. Doch dieser kann ihn besänftigen und macht ihm zum Trauzeugen für die morgige Hochzeit. Doch zu dieser erscheint er gar nicht, denn er hörte wie Fabious’ bester Ritter wütend war, weil Thadeous als Versager Trauzeuge wurde und nicht er. So ist Thadeous auch nicht Zeuge vom Überfall Leezars. Der Magier sprengt die Hochzeit und mithilfe seiner 3 Hexenmütter entführt er Belladonna.
König Tallious verdonnert nun Thadeous Fabious zu begleiten, denn wenn er diese Queste nicht annimmt, wird er für immer vom Königreich verbannt. So machen sich die 2 Brüder, Fabious’ Gefolge und natürlich Courtney auf Belladonna zu retten. Doch der Weg ist weit und Leezar nicht leicht zu besiegen. Nur eine Waffe kann ihn wirklich töten und sie zu finden bedarf Mut. Die Zeit ist knapp, denn in wenigen Tagen vereinen sich wieder die 2 Monde und dann könnte Leezar das gelingen, was vor knapp 100 Jahren verhindert wurde. Zeit für eine königliche Queste!
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Das war er also, der Film, der mir schon länger im Kopf rumspuckte. Seit ich den Trailer zu Your Highness sah wusste ich, diesen Film muss ich sehen und natürlich nicht nur wegen Natalie Portman, halbnackt am See! Hauptdarsteller Danny McBride schrieb mit Ben Bost das Drehbuch und heraus kam eine Persiflage auf all die Fantasy Filme, die in den letzten Jahren im Kino zu sehen waren. Doch hier macht man sich nicht lustig über einzelne Filme sondern geht das Genre Fantasy einfach mal neu an, im Comedy Stil.
So ist der Prolog schon ein Hinweis auf die Story an sich, als die Ritter einen Zauberer und seine 3 Hexen stoppen können. Alle 100 Jahre sind die Vorzeichen gegeben für die 2 Monde und die Chance, einen Drachen in die Welt zu setzen. Nun sind es also fast 100 Jahre und damit beginnt die eigentliche Geschichte. Nun gilt es erneut einen Magier zu stoppen, der durch eine Jungfrau versucht einen Drachen zu zeugen. Ein Magier, der dafür einst ein Baby aussuchte, um später mit ihr Sex zu haben und sie dafür in seinen Turm einsperrte. Doch Prinz Fabious gelang es sie zu befreien und nun kommt eines zum anderen. Der Magier Leezar will einerseits Rache für seinen getöteten Oger und natürlich jene Jungfrau zurück und wer soll ihn schon aufhalten, denn er nutzt Magie.
Der Film ist eine Hommage an all die vielen Fantasy Rollenspiele und Bücher, wo Ritter und tapfere Männer sich aufmachen um Heldentaten zu vollführen, Quests. Blöd dann nur, wenn nur einer der 2 Brüder heldenhaft ist und der andere eher das Leben genießen will. Doch sie müssen zusammenarbeiten und sich auch vor Fallen und Gefahren schützen, denn Leezar ist ihnen auf der Spur um sie aufzuhalten, denn jahrelang hat er schon für diesen Akt geübt, da kann nun nichts mehr schief gehen. So verfolgt man die Brüder und ihre Gruppe zum weisen Magier im Wald, der pervers ist und seine eigenen Kräuter raucht. Kampfamazonen angeführt von einem wahnsinnigen Mann, der mit seiner Hand im Schlamm Monster kreieren kann und das Labyrinth, in Anlehnung griechischer Sagen, sind weitere Stationen zum Turm des Magiers und der magischen Waffe.
Doch wenn man nun meint es wird wirklich fantastisch, dann nur bedingt. Denn im Vordergrund steht immer noch der Comedy Part und dieser wird knallhart durchgezogen. Danny McBride lässt nichts aus und schrieb dem Drehbuch eine gehörige Portion Flüche aufs Papier, welche mit Situationskomik, wie Mimik, eine wirklich homogene Mischung ergeben. Hätte nicht gedacht das der Film beide Genres so vereinen kann und nicht zu plump albern daherkommt. Das macht wohl auch der Splatterfaktor aus, denn zum Ende hin wird reichlich geblutet und selbiges verspritzt, dass man spätestens dann weiß, hier sollte wirklich auch ein ernstes Thema bebildert werden. Doch letztlich ist es dann doch ein Film zum Lachen und Amüsieren, gepaart mit Action und Fantasy.
Das Setting und die Tricks sind für die Art von Produktion stimmig. Natürlich kann man kein Neuseeland erwarten wie in Herr der Ringe und auch die Effekte sind keine Michael Bay Hommage, doch für eine knapp 50 Millionen Dollar Produktion ist das Ambiente des Films gut gestaltet. Hauptaugenmerk liegt eh beim Cast und der wurde gut gewählt. Danny McBride als Thadeous und James Franco als Fabious sind die Titelfiguren, die Hoheiten. Beide spielen ihre Charaktere sehr gut. Franco denn heldenhaften Prinzen, der für seine Liebe alles tun würde und McBride den normalen Prinzen, der lieber Courtney vorschickt und im Laufe des Films erst über sich hinauswächst. Hinzu die göttliche Natalie Portman. Ja, jeder Film mit ihr ist allein deshalb schon sehenswert, weil sie mitspielt. Hier als taffe Isabel, die sich den beiden Brüdern anschließt, denn auch sie will den Tod Leezars. Nicht zu vergessen auch Rasmus Hardiker als Page Courtney, der für Thadeous immer herhalten muss und mit großer Sicherheit auf der Queste sterben wird, wenn es nach seinem Herrn geht. Aber auch Justin Theroux als durchtriebener Magier Leezar ist zu erwähnen, denn durch ihn wird diese Rolle erst so abstoßend und amüsant zugleich.
Dass der Film schlechte Kritiken bekommen hat ist nicht von der Hand zu weisen, doch wen interessieren schon Kritiken? Wenn man einen ernsten Film erwartet, der das Fantasygenre würdig vertritt, dann findet man hier Enttäuschung vor. Wenn man eine Komödie sucht, in der man jede Minute einen Lacher geliefert bekommt, dann auch hier Enttäuschung. Doch wenn man einen Film sucht, der Fantasy beinhaltet und Comedy hier und da gekonnt aufblitzen lässt, dann Volltreffer. Ich wurde unterhalten, habe gelacht und dennoch eine Story vorgefunden, die bei ernsterer Thematik gar nicht mal so schlecht wär. Bleibt also abzuwarten wann Your Highness in Deutschland anlaufen wird und ob der Film seine Fans gewinnen kann. Denn nicht nur Portmans Rückseite ist verzückend, auch der Rest!





