Mützen-Varieté
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Batman: Year One

von am 16. Okt 2011, unter Kino

Nach 12 Jahren im Ausland kehrt Bruce Wayne zurück in seine Heimatstadt, Gotham City. Mit 25 Jahren kehrt er nun heim in jene Stadt, wo seine Eltern einst vor seinen Augen von einem Räuber erschossen wurden. Im Ausland lernte er damit umzugehen und seine Wut zu vereinen in einen Zorn gegen all das Böse, was Gotham City täglich bedroht. Zur gleichen Zeit wie Wayne kommt auch James Gordon in die Stadt. Als eine Art Strafversetzung muss er nun als Lieutenant unter dem korrupten Comissioner Gillian B. Loeb mit seinem neuen Partner Detective Flass für Recht und Ordnung sorgen. Doch Gordon merkt schnell, dass die Polizei nicht die Hüter des Gesetzes ist, sondern nur ein weiterer fauler Zahn. Doch er versucht sein bestes, denn seine Frau Barbara ist schwanger und für sie und das Baby will er sich in Gotham City durchbeißen.

Bruce Wayne hingegen versucht im Rotlicht Viertel seine Art von Gerechtigkeit auszuüben, doch ohne Erfolg. Bei einer Schlägerei wird er von 2 eintreffenden Beamten angeschossen und verhaftet. Er entkommt, doch er muss sich eingestehen, dass dieser Weg nicht der richtige ist und als eine Fledermaus in jenes Zimmer fliegt, in dem er an Gedenken seines Vaters trauert, da erkennt Wayne seine Möglichkeit. Er wird zu Batman, denn dank eines Kostüms und ein paar Waffen versucht er nun als Rächer die Stadt zu säubern und bekommt von der Presse den Titel Batman, in Anlehnung an sein Kostüm. Doch die Polizei kann diese Art Selbstjustiz nicht dulden und setzt alles an seine Verhaftung. James Gordon, der sich seinen Respekt erarbeitet hat und seinen Kollegen Flass auch schon zusammenstauchte, wird auf Batman angesetzt.

Vor allem Commissioner Loeb will ihn aus dem Weg haben, denn er bedroht auch seine Macht im Kreise der Mächtigen Gothams. So versucht er Druck auszuüben auf Gordon, indem er seine Affäre aufdeckt und droht Barbara zu erzählen und indem er auch Androhungen Richtung Barbaras und ihres Babys macht. Gordon muss sich entscheiden wem er trauen kann und wem er letztlich dienen will. Einem korrupten System innerhalb der Polizei oder einem Mann, der im Alleingang die Stadt vor jenem Abschaum befreien will, die auch Gordon innerlich hasst.

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DC Universe und Warner Bros. Animations präsentieren mit Batman: Year One die Comicverfilmung der gleichnamigen 4-teiligen Reihe von Frank Miller, die 1987 erschien. Wie der Titel schon nahe legt, geht es dieser Geschichte um die Anfänge von Batman. Doch es ist auch der Anfang 2er anderer Charaktere aus dem Batman Universum, James Gordon und Catwoman.

Die Geschichte beginnt gut 12 Jahre nach der Ermordung des Ehepaars Wayne vor den Augen ihres Sohnes, Bruce Wayne. Dieser ging dann ins Ausland um Abstand zu der Stadt zu haben, die für immer mit dieser Tat ein hergeht, Gotham City. Im Ausland studierte Bruce, erlernte Kampfsporttechniken und zähmte seine Wut und seinen Hass. Nun als Erbe zurückkehrend will er diese Wut ummünzen und als Rächer durch die Gassen der Stadt schreiten. Doch aller Anfang ist schwer und sein erster Ausflug bringt ihm eine Schussverletzung an der Schulter ein sowie eine Verhaftung. Nur mit einer aufgemalten Narbe und einfachen Sachen gekleidet war dieser Ausflug für ihn auch einschneidend, denn es war ein Fehlschlag und zeigte ihm, dass er anders auftreten muss. So schuf er sich sein Kostüm im Vorbild einer Fledermaus, ließ sich Waffen produzieren und erlangte schnell einen Namen, Batman.

Doch dieser animierte Film ist kein Spotlight für die markanteste Person im DC Universum, nein sie ist auch ein Blick auf jenen Mann, der Batman im Laufe der Jahre ein Freund wurde, James Gordon. Hier noch als Lieutenant im Einsatz treffen beide zum ersten Mal aufeinander. Gordon wurde strafversetzt nach Gotham City, weil er in seinem alten Posten schon vorging gegen machthungrige und korrupte Vorgesetzte. Doch auch in der Metropole erkennt er schnell die falsche Seite der Medaille, die das Abzeichen der Polizei prägt. Sein neuer Kollege und sein Commissioner sind nur 2 von den kranken Geschwüren innerhalb der Gesetzesordnung, und Gordon muss schmerzlich erfahren, dass ein Schwimmen gegen den Strom schwer ist. Doch er setzt sich durch, mit seiner Art und seiner Arbeit, macht sich somit zum Ziel und dennoch auch zu einem medialen Held, denn seine Art kommt bei den Einwohnern schnell an.

Das Batman und Gordon sich nun gegenüberstehen ist das Produkt beider Laufbahnen, denn einerseits übt ein Bürger Selbstjustiz in einem Fledermauskostüm und andererseits erarbeitet sich ein Polizist die Chance einen Verbrecher zur Strecke zu bringen, den bisher niemand fangen konnte. So beginnt ein Katz und Maus Spiel und als Zuschauer ist man zwiegespalten welcher Seite man den Erfolg wünscht. Der dritte Charakter, der hier seine Geburt erfährt ist Catwoman. Als Selina Kyle arbeitet sie als Tänzerin und als Bruce Wayne im Rotlichtviertel ihre Freundin schlägt, da sie ihm ein Messer ins Bein rammte, da treffen beide aufeinander und bekämpfen sich. Nach und nach jedoch besinnt sich Selina, denn sie merkt, dass dieser Batman für eine Sache kämpft und sie will aus dieser Sache für sich Gewinn schlagen. Sie kauft sich ein Katzenkostüm und will die Reichen bestehlen.

Batman: Year One bietet somit eine Vielzahl von Charakteren an, die man aus Comics, Zeichentrickserien oder Filmen kennt. Selbst Harvey Dent, der spätere Two-Face, hat einen Auftritt, indem er Batman deckt als er selber ins Visier von Gordon kommt als möglicher Kandidat Batman zu sein. Natürlich ist auch der vertraute Butler Alfred mit dabei, hier noch nicht ergraut aber dennoch der verschwiegene Part wenn es um die nächtlichen Aktivitäten seines Masters geht. Bösewichte hingegen sucht man vergeblich, da hier vor allem die menschlichen Verfehlungen der Polizei im Vordergrund stehen. Lediglich am Ende erwähnt Gordon einen Verrückten, der die Trinkwasserversorgung der Stadt vergiften will, Joker.

Der Film reiht sich stilistisch an die letzteren Comicserien an und ist von der Stimmung her gleichzusetzen mit den letzten Verfilmungen von Christopher Nolan. Der Cast für die Sprecherrollen ist recht gut gewählt, denn alle Charaktere haben einen guten Sprecher erhalten. Man kann hier keine Referenz anbieten, denn die Story spielt vor den Filmen. Dennoch sind alle Figuren markant und passend. Wer also eine neue Möglichkeit sucht die Anfänge des Dark Knight zu erleben, der kann bei Batman: Year One ruhig zugreifen. Ein deutsches Release ist noch nicht ersichtlich, doch das Warten lohnt sich und bis dahin kann man es auch im Original getrost versuchen!

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