The Walking Dead – Midseason
von muetzenvariete am 28. Nov 2011, unter englische Serien, TV-Serien
So, uh, guys? The barns full of walkers. -Glenn-
Das war es also, das große Midseason Finale der 2. Staffel von The Walking Dead, gestern Abend auf AMC. Mit 7 Folgen wird man nun in eine Pause gelassen, bis im Februar die restlichen 6 Folgen der Staffel laufen. Zeit genug also, um zurück zu blicken auf die ersehnte Fortsetzung von Staffel 1.
Die erste Folge war wie der Pilot eine 90-minütige Ausgabe. Nachdem die restlichen Überlebenden der Gruppe das CDC verlassen haben und sich aufmachten, Atlanta den Rücken zu kehren, fuhren sie also hinaus in die Weite. Doch man kam nicht weit. Ein Stau von liegengebliebenen Autos behinderte das Weiterkommen und wenig später gab Dales Wohnwagen den Geist auf. Eigentlich vorhersehbar, denn die Mühle hatte ja schon in Staffel 1 ihre Motorprobleme. Nun steckte man also fest und versuchte in den anderen Autos Ersatzteile zu finden, gleichzeitig auch Verwertbares wie Wasser, Nahrung oder Kleidung. Doch wie es kommen musste, eine riesige Gruppe von Walkern kam und alle mussten sich verstecken. T-Dog schlitzte sich dabei den Unterarm auf und konnte von Daryl gerade so noch gerettet werden. Eigentlich verlief alles gut, doch dann erspürte ein Walker Sophia und diese rannte Richtung naheliegenden Wald, verfolgt von Walkern und Rick. In einem Flussbett sollte sie sich verstecken und Rick wollte die Walker ablenken. Sophia sollte wenn die Luft rein ist zurück zur Straße gehen und dann die Gruppe aufsuchen. Der Anfang vom Ende dieser Staffel war geboren, oder? Es gab noch ein weiteres Element, was das Tempo der Serie und Gruppe hemmen sollte!
Nun galt es also Carl zu retten und Sophia zu finden, denn sie sollte nie wieder zurückfinden. Eine Farm wurde zur scheinbaren Erlösung, denn ihr Besitzer Hershel Greene war Veterinär und erbot sich an Carl zu operieren. Nach und nach traf der Rest der Gruppe ein auf der Farm und nach und nach kam eine gewisse Lethargie in die Gruppe, denn Zeit war nun auf einmal reichlich da. Sophia war immer noch verschwunden, Carls Rettung schwierig und so erging sich die Serie in eine Nahaufnahme aller Gefühle, Anspannungen und Geheimnisse der Gruppe. Es gab viele Stimmen im Internet die meinten, all die Zeit dort könnte man als Unsere kleine Farm verkaufen, denn die Luft schien auf einmal raus zu sein. Die ganzen 7 Folgen wurden nach Sophia gesucht und jede weitere Episode erbrachte die Ernüchterung, es interessiert keinen der Zuschauer mehr so richtig was mit dem Mädchen geschehen ist. Ich muss zugeben, auch ich war langsam genervt und sehnte ein Ende dieser Nebengeschichte herbei. Doch der Aufenthalt allgemein auf der Farm war gut für die Serie!
Es gab Zeit all die Charaktere näher zu betrachten und ihre Zwiste darzulegen. Glenn kam mehr ins Rampenlicht, der Konflikt zwischen Andrea und Dale kam zur Aussprache, wenn auch halbherzig, Shane wurde zu dem was man schon von immer von ihm erwartete, ein Soziopath, Rick und Lori konnten ihre Ehe beleuchten und neue Charaktere von der Farm trieben die Gruppe an. Doch es gab auch negative Punkte. T-Dog als Charakter geht völlig unter. Fast wäre er an einer Blutvergiftung gestorben, nachdem er sich im Stau dummerweise selber aufschlitzte und dann war er auch schon nur noch Randnotiz. Er war zwar anwesend, doch im Grunde hätte man auch eine Pappfigur hinstellen können von ihm, gemerkt hätte man den Unterschied kaum. Auch Carol wird zum Negativaspekt. Klar, der Verlust von Sophia nagt an ihr, denn keine Mutter möchte ihre Tochter einer Welt ausgesetzt sehen, in der das Chaos regiert und Tote herumlaufen. Doch ihre Rolle beschränkt sich aufs Weinen und Apathie. Bis zur 7. Folge wird sie alle quälen.
Jede Folge auf der Farm brachte nur wenig Spannung, doch irgendwas Bedrückendes musste es ja geben. Man spürte, diese Farm ist nicht ganz koscher, da lauert was im Hintergrund, was einen dann völlig unerwartet trifft. Rick sah in der Farm eine Chance auf ein neues Zuhause für alle. Doch eben dieser Aspekt spaltet die Gruppe, denn die Suche nach Sophia ist langatmig und zehrt an den Kräften. Jeder der Charaktere muss sich selber hinterfragen: wie geht die Zukunft weiter, was wird aus mir?
Pluspunkte für mich sind der Charakter von Daryl und das Momentum der Gruppe. Daryl als Hillbilly-Verschnitt gefällt mir immer mehr, denn seine Art ist zwar außen taff und abgebrüht zu sein, doch er zeigt auch Herz, eben für Sophia. Die Gefühlsbewältigung für alle tut der Serie gut. Warum soll man auch jede Folge dutzende Walker abschlachten und von einem Ort zum nächsten hetzen? Warum dann nicht lieber alle mal zur Ruhe kommen lassen und Einblicke gewähren, die sonst auf der Strecke bleiben? Die 7 Folgen waren kein Talfahrt für die Serie, nein, sie brachten die Serie noch besser ins Licht und zeigen ganz klar, diese Umsetzung der Comics lässt sich Zeit. Zu Recht, denn eine 3. Staffel ist in Planung und Stoff bietet sich noch reichlich! Das Finale ist grandios, denn es schließt einen Teil der Story ab. Es ist traurig und herzergreifend und ich konnte einen gewissen Schauer nicht unterdrücken, ich bekam Gänsehaut in dem Moment als…

Sad but true!
Bis zum Februar dann! *schnief*






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März 20th, 2012 on 18:11
[...] das Midseason Finale ablief war ich ja der Meinung, dass es bis dahin schon ordentlich ablief. Trotz der vielseitigen [...]